Mach Dich zu Deiner ersten Priorität

Eine Handlung, die meiner Meinung nach essentiell ist, wenn es darum geht, etwas im eigenen Leben zu Verändern und mehr im Einklang mit sich selbst zu sein, ist, sich selbst zur Priorität zu machen.

Wir alle führen ein Leben, in dem ständig von außen Anforderungen an uns gestellt werden. Den ganzen Tag prasseln die Prioritäten Anderer auf uns sein.

Die Prioritäten der anderen

Dein Chef möchte, dass Du bestimmte Arbeiten ausführst, Ziele und Deadlines einhältst, Überstunden machst und mit vollem Einsatz dabei bist. Dein Partner möchte Zeit mit Dir verbringen und erwartet, dass Du Dich zu einem bestimmten Anteil am Haushalt beteiligst. Die Kinder wollen umsorgt werden. Der Hund und die Katze wollen Futter, Streicheleinheiten und so weiter. Und dann sind da noch die weiteren Familienmitglieder, Freunde, Bekannte, Vereinskollegen und wer auch immer sonst noch.

Doch damit ist es nicht genug. Denn das Fitnessstudio um die Ecke suggeriert Dir auch noch ständig, dass Du Sport zu Deiner Priorität machen solltest. Die Zeitschrift, die Du Dir jede Woche kaufst, erzählt Dir, dass Du Dich um gepflegte Nägel, eine moderne Frisur und einen attraktiven Körper kümmern sollst. Die Instagram Influencer, Yoga Lehrer und Achtsamkeits-Coaches dieser Welt sagen, Du sollst mehr Meditieren, Achtsamkeit praktizieren und jeden Tag eine Morgen- und Abendroutine ausführen.

Wie sollst Du das alles schaffen?

Geht es Dir wie mir und fühlst Du Dich schon beim Lesen der obigen Zeilen gestresst? Dann nimm Dir einen Moment Zeit und atme tief durch. Und dann mach Dir zwei Dinge bewusst:

Zum einen macht sich keiner von denen Gedanken darüber, wie Du das alles schaffen sollst. Und das sollen Sie auch gar nicht, denn dann würden sie sich ja Deine Schuhe anziehen. Sie haben nur ein Bedürfnis, dass sie an Dich adressieren. Aus ihrer Sicht sollst Du nur die Anforderung erfüllen, die sie an Dich stellen und keiner von denen erwartet, dass Du allem gerecht wirst, dass jeden Tag auf Dich wartet.

Und zum anderen bedeutet das: Es ist Deine Aufgabe zu wählen, auf welche Anfragen Du eingehst. Du musst entscheiden, welchen Anforderungen Du nachkommen möchtest.

Find Deinen Weg, indem Du Deine Prioritäten klärst.
Foto von Samantha Gades auf Unsplash

Deine erste Priorität bist Du!

Nun stellt sich aber die Frage, wie diese Entscheidung getroffen werden soll. Die Antwort darauf lautet, dass Du Prioritäten setzen musst und die erste Priorität musst Du selbst sein.

Wenn Du es schaffst, diese beiden Punkte zu beachten, dann bist Du schon um vieles weiter, als viele andere. Die meisten Menschen machen sich keine Gedanken um ihre Prioritäten und um das was wirklich wichtig für sie ist. Sie versuchen einfach allem gerecht zu werden und befinden sich dann in einem Dauerstress, indem sie langsam ausbrennen. Oder sie versuchen den Stress mit anderen Dingen zu kompensieren, wie zum Beispiel Essen.

Leichter Entscheidungen treffen

Wenn Du Dich zur ersten Priorität machst, dann bedeutet das, dass Du auf sehr einfache Weise entscheiden kannst, welche Priorität die anderen Anforderungen haben, die von außen an Dich herangetragen werden. Deine erste und wichtigste Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass es Dir gut geht. Dass Du geistig, seelisch und körperlich so gesund bist, wie es geht. Dass Du zufrieden bist und Dich in Deinem Leben wohlfühlst.

Alles andere steht dahinter zurück und eine Anforderung, die nicht auf dieses Ziel einzahlt wird grundsätzlich nicht berücksichtigt.

Ein gesunder Egoismus

Das klingt für Dich jetzt vielleiht alles sehr egoistisch, aber bitte überlege Dir Folgendes:

Wenn es Dir nicht gut geht, dann hast Du auch keine Energie, um Dich um andere zu kümmern. Hast Du schonmal versucht, mit einer Grippe volle Leistung auf der Arbeit zu bringen? Genau, das funktioniert nicht.

Die Prioritäten der anderen müssen nicht deine sein. Wenn der Hund einen Spaziergang machen möchte, Du aber schon beim losgehen auf Toilette musst, dann wird das eine sehr kurze Runde. Da hat der Hund dann auch nichts von. Im ersten Moment ist es sicherlich seine Priorität, dass ihr jetzt losgeht, aber das heißt nicht, dass Du ihm einen Gefallen damit tust, seine Priorität auch zu Deiner zu machen.

Was tut Dir wirklich gut?

Desto größer die emotionale Distanz zu demjenigen ist, der die Anforderung stellt, umso einfacher ist es Nein zu sagen. Nu weil Dir die Zeitschrift suggeriert, dass Du dringend mal wieder zum Friseur müsstest, heißt das nicht, dass Du auch gehen musst. Du verletzt niemanden, wenn Du dem nicht nachgibst.

Du hast die Wahl zu entscheiden, ob es Dir guttut, zum Friseur zu gehen, oder ob es Dich im Moment eher stresst, wenn Du das auch noch machen musst. Das gilt übrigens auch für Morgen- und Abendroutinen, um nur eines zu nennen. Wenn es Dich mehr stresst als dass es Dir hilft, dann ist sowas einfach nicht das richtige für Dich.

Und schließlich heißt all das nicht, dass Du keine Zeit mehr für Deinen Partner, Deine Kinder und Deine Freunde haben sollst. Schließlich tut es Dir ja gut, Zeit mit ihnen zu verbringen und schöne Erfahren zu sammeln, oder? Dann werden sie in Deiner Prioritätenliste nach wie vor ganz oben stehen.

Aber der erste Platz gebührt Dir. Du solltest der wichtigste Mensch in Deinem Leben sein.

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