Nutze Social Media für Dich

Heute können wir uns ein Leben ohne Social Media nicht mehr vorstellen. Wir sind präsent auf Instagram, Facebook, YouTube, Snapchat und so weiter. Wir sind in diversen WhatsApp Chats, Communities und Gruppen. Doch die wenigsten konsumieren auf diesen Kanälen achtsam und sind sich der Wirkung bewusst, die diese Medien auf uns haben. Dabei können wir Social Media so nutzen, dass wir dabei unterstützt werden, unser Leben neu zu gestalten.

Wenn es um Social Media geht, dann gibt es vor allem zwei Fragen, die Du für Dich beantworten solltest:

  • Wie konsumiere ich?
  • Was konsumiere ich?
Es ist wichtig, Social Media achtsam zu konsumieren.
Photo by Georgia de Lotz on Unsplash

Wie wichtig ist Dir Social Media?

Der Antwort auf die Frage, wie Du Social Media konsumierst, kannst Du Dich annähern, indem du über folgendes nachdenkst:  Gibt es feste Zeiten, zu denen Du in die sozialen Netzwerke schaust, oder öffnest Du die Apps eher aus einem Impuls heraus? Schaust Du mehrmals in der Stunde nach, ob sich etwas getan hat? Lässt Du Dir Push Nachrichten auf Dein Handy schicken, um über jede Entwicklung sofort informiert zu sein? Schaust Du schnell mal nach, was es Neues gibt, während Du auf dem Klo sitzt, wenn Du abends im Bett liegst und bevor zu morgens aufstehst? Liegt Dein Handy auch bei den Treffen mit Deinen Freunden immer offen auf dem Tisch, damit Du ja nichts verpasst?

Im nächsten Schritt solltest Du Dich fragen, ob Du das so möchtest. Ist Dir das Treiben auf Instagram und Co. So wichtig, dass es so viel Raum in Deinem Leben einnehmen sollte? Vielleicht ist das so und dann ist das auch vollkommen in Ordnung. Wichtig ist nur, dass es eine bewusste Entscheidung ist.

Was und wen holst Du Dir täglich in Dein Leben?

Viel mehr Aufmerksamkeit sollten wir noch der zweiten Frage widmen, nämlich was wir auf den sozialen Kanälen konsumieren und wie uns das beeinflusst. Denn einen Einfluss hat es auf jeden Fall!

Als ich angefangen habe, mich auf Instagram umzuschauen, da wollte ich die App vor allem nutzen, um mich inspirieren und motivieren zu lassen. Im Grunde ist das noch heute so. Es gibt so viele wunderbare, inspirierende Accounts zu den unterschiedlichsten Themen. Oft kann ich gar nicht alles aufnehmen, obwohl ich schon das Gefühl habe, dass ich verhältnismäßig wenigen Accounts folge.

Doch grad bei den Accounts, den ich zur Motivation und Inspiration folgte, stellte ich irgendwann fest, dass einige davon mir eher ein schlechtes Gefühl vermittelten. Zum Beispiel folgte ich einigen Influencern aus dem Fitness-Bereich, die täglich posteten, was und wie viel sie trainierten, sowie was und wie viel sie scheinbar aßen. Eine Menge Bilder von straffen durchtrainierten Körpern, bei denen man die schön austrainierten Muskeln deutlich sehen konnte, waren natürlich auch dabei. Und natürlich hat mich der Wunsch, so auszusehen wie diese Menschen zunächst motiviert.

Welches Gefühl wird bei Dir ausgelöst?

Nun werde ich aber nie so aussehen wie diese Menschen, obwohl ich den Eindruck hatte, wenn ich nur diszipliniert genug wäre, dann könnte das jeder schaffen. Ich habe über 60 Kilogramm an Gewicht verloren und meine Haut ist nicht straff. Dazu habe ich recht schwaches Bindegewebe und das neigt zu Flüssigkeitseinlagerungen.

Egal, wie viel ich trainieren würde, ich hätte immer dickere Unterschenkel als der Durchschnitt und die überschüssige Haut würde ja eher immer noch mehr werden, wenn ich noch so viel weiteres Gewicht verlöre, dass man theoretisch ein Sixpack sehen könnte. Denn dafür müsste ich wohl nochmal ca. 15 Kilo abnehmen. Diese Einsicht, die ich wohl unterbewusst noch viel früher hatte als bewusst, hat irgendwann dazu geführt, dass mich der Content dieser Accounts eher frustriert als motiviert hat.

Dieser Prozess war natürlich sehr persönlich und hat im Grunde nichts mit diesen Accounts an sich zu tun. Deren Content ist für andere vielleicht genau das, was sie brauchen, damit sie ihre Sporteinheiten durchziehen. Nur für mich eben nicht. Und genau das ist der Punkt. Wenn Du einem Account oder Influencer folgst, dann frage Dich hin und wieder, welches Gefühl Du dabei hast, wenn Du Dir den Content anschaust. Nacht er Dich glücklich oder gibt er Dir irgendein anderes positives Gefühl? Ist das nicht der Fall, dann empfehle ich Dir, Dir einen anderen Account zu suchen, der Dir dieses Gefühl vermittelt. Es gibt im Leben schon so viel, das an unserer Energie zieht, und das wir nicht so unmittelbar und direkt beeinflussen können. Da sollten wir dort, wo es in unserer Hand liegt, diese Macht auch nutzen.

Die Vielfalt macht´s!

Ich möchte Dir auch sehr ans Herz legen, Dir Accounts aus vielen unterschiedlichen Bereichen zu all Deinen Interessen zu suchen. Mein Feed besteht aus Content aus den Bereichen Fitness, Ernährung, Bodypositivity, Minimalismus, Psychologie, New Work, starke weibliche Vorbilder, Finanzen, Kunst, Hunde, Feminismus, Nachhaltigkeit, und, und, und. Einige regen mich zum nachdenken an, von einigen lerne ich, andere bringen mich einfach zum lächeln oder geben mir ein wohliges Gefühl.

Unser Leben besteht aus so vielen Aspekten und jeder davon sollte auch einen Raum finden. Manchmal ist ein Thema so präsent in unserem Leben, dass es droht, all unsere Energie aufzusaugen. Wenn wir dann in unserem Newsfeed hin und wieder daran erinnert werden, dass es doch noch so viel anderes in unserem Leben gibt, kann das hilfreich sein, um wieder eine Balance herzustellen. Oder uns zumindest daran zu erinnern, dass im Leben nie alles nur schlecht ist. Auch wenn es in einem Bereich mal nicht so gut läuft, dann gibt es immer noch viele andere, aus denen wir Kraft schöpfen können.

Austauschen und Freunde finden

Zuletzt möchte ich Dich noch animieren, in den sozialen Medien auch wirklich aktiv zu sein. Sei nicht nur ein passiver Konsument. Kommentiere und teile was Dich bewegt und zeige so ein bisschen was von Dir. So können sehr bereichernde Kontakte entstehen, die Dir viel geben und vielleicht sogar den Weg in eine Offline-Freundschaft finden können. 

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