Vision, Ziele und Motivation

Ein zielgerichtetes Leben führen, das klingt für viele Menschen ungewohnt. Ziele kennen viele nur aus dem Berufsalltag und da sorgen sie leider oft nicht für positive Assoziationen.

Doch das eigene Leben anhand einer Vision und mit der Hilfe von Zielen zu lenken gibt Dir die Macht über Dein Leben. Mit Hilfe von klaren Zielen erfährst Du, wie sehr Du Dich, Dein Leben und auch das Leben anderer beeinflussen kannst.

Warum solltest Du Dir Ziele setzen und welche Rolle spielt Deine Vision dabei?

„Vision ist der Engpass, wenn es um Talent geht. Das meiste Talent wird verschwendet, weil Die Menschen sich nicht klar darüber sind, was sie wollen. Es ist kein Mangel an Einsatz, sondern von Zielgerichtetheit. Es gibt viele talentierte Menschen auf der Welt, aber nur sehr wenige fokussieren sich auf das, was wirklich zählt.“ – James Clear

Was ist eine Vision?

Unter einer Vision kannst Du Dir ein Bild oder ein (Lebens-)Gefühl vorstellen, dass Du Dir für Dich wünschst. Dabei spielt es nicht nur eine Rolle, wie Du Dich fühlen möchtest, sondern auch, was für eine Person Du sein möchtest, wie Du handeln möchtest, mit wem Du in Beziehung stehst und womit Du Deine Zeit verbringst.

Dabei handelt es sich um Deine Vorstellungen oder Wünsche für Deine Zukunft. Ob diese Vorstellungen oder Wünsche realistisch sind ist erstmal nicht relevant, sondern es geht darum, ein Idealbild zu erschaffen.

Deine Vision bildet dann zum einen eine Art Leitstern, an dem Du Dich jeden Tag und bei allen Entscheidungen orientieren kannst. Zum anderen ist Deine Vision sozusagen das Gesamtbild, indem Deine Ziele die Puzzleteile bilden. Deine Vision fügt alles zu einem großen Ganzen zusammen, dass es möglich macht, Zusammenhänge zwischen unterschiedlichen Zielen zu erkennen.

Lass mich hierfür ein Beispiel geben: Wenn Deine Vision ist, irgendwann in Deinem eigenen Haus mit Garten zu leben und Dein eigenes Gemüse anzubauen, dann könnten Deine Ziele sein, Geld zu sparen für den Kauf des Hauses, zu lernen, wie man einen schönen Garten anlegt und Gemüse anbaut, regelmäßig Sport zu treiben, damit Du für die Gartenarbeit fit genug bist und Freunde zu finden, mit denen Du Dich über diese Themen austauschen kannst.

Verfolge Deine Ziele, Vision und Träume
Peter Fogden auf Unsplash

Warum solltest Du Ziele haben und verfolgen?

Wie eben schon angesprochen, sind Ziele Deine Schritte auf dem Weg zu Deiner Vision. Indem Du bewusst auf diese Ziele hinarbeitest kannst Du Deiner Vision und Damit Deinem Wunschbild von Dir und Deinem Leben jeden Tag näherkommen.

Zusätzlich können Ziele, wenn sie sinnvoll formuliert sind, unglaublich motivierend sein. Deshalb sollten Ziele, die Du Dir setzt, den SMART-Kriterien entsprechen. Diese sind:

S – Spezifisch: Ein Ziel sollte so genau wie möglich formuliert werden. Lege so exakt wie möglich fest, was Du erreichen möchtest.

M – Messbar: Wie stellst Du fest, dass Du Dein Ziel erreicht hast? Hier geht es nicht um Gefühle oder etwas Subjektives, sondern um ganz konkrete und messbare Werte.

A – Attraktiv: Ist das Ziel, das Du Dir setzt, für Dich attraktiv? Ist es ein Ziel, dass aus Dir heraus entstanden ist und bei dem Deine Augen leuchten, wenn Du daran denkst, es zu erreichen?

R – Realistisch: Im Gegensatz zu der Vision sollte ein Ziel immer realistisch sein. Überlege Dir ganz genau, ob alle Umstände und Gegebenheiten in Deinem so sind, dass Du Dein Ziel erreichen kannst. Ist dem nicht so, dann setze Dir lieber ein kleineres Ziel, um Dich nicht zu entmutigen.

T – Terminiert: Setze Dir eine Deadline für das Erreichen Deines Ziels. Bis wann willst Du Dein Ziel erreicht haben. Schreibe dafür am Besten direkt das Datum auf, anstatt Formulierungen wie „in drei Wochen“ zu nutzen. Das ist konkreter und verbindlicher.

Wie Du siehst ist bei einem SMARTen Ziel sehr gut nachvollziehbar, ob Du es erreicht oder nicht (SMT). Außerdem hast Du Dir bei einem SMARTen Ziel auch schon sehr genau überlegt, warum Du es verfolgst (A). Damit bis Du Dir klar über Deine Motivation und dieses Wissen kannst Du auf dem Weg zum Ziel immer wieder nutzen. Gemeinsam mit der Tatsache, dass das Ziel realistisch erreichbar ist (R), sind SMARTe Ziele als super geeignet um Dich zu motivieren und dafür zu sorgen, dass Du auch in eher schwierigen Phasen am Ball bleibst.

Die positive Wirkung von Zielen auf Dein Selbstbild

Arbeitest Du regelmäßig an der Erreichung Deiner Ziele, dann wird sich schnell ein Fortschritt einstellen, den Du auch sehen und festhalten kannst. Das ist nicht nur hilfreich, um Dich zu motivieren, sondern es wirkt sich auch positiv auf Deine Sicht auf Dich selbst und Dein Selbstvertrauen aus. Insbesondere, falls Du sonst keine hohe Meinung von Dir hast (vielleicht auch nur auf bestimmte Bereiche bezogen), kann sich Dein Bild von Dir nur verbessern, wenn Du die Versprechen, die Du Dir selbst gibst auch einhältst. Jedes erreichte (Zwischen-)Ziel ist ein Beweis für Deine Willenskraft, Dein Durchhaltevermögen und Deine Kompetenz.

Dir selbst Ziele zu setzen und kontinuierlich an diesen zu arbeiten macht Dich zum Steuermann Deines Lebens. Du übernimmst die Kontrolle und lenkst Dein Leben bewusst in die Richtung, die Du möchtest. Viele Menschen haben das Gefühl, ihr Leben werde von Zufällen, glücklichen (oder nicht so glücklichen) Fügungen und den Entscheidungen anderer Personen bestimmt. Aber am Ende ist es Deine Entscheidung, ob Du zulässt, dass diese äußeren Faktoren (gefühlt) Dein Leben bestimmen.

Verfolgst Du bewusst Deine Ziele, dann richtest Du auch Deine Aufmerksamkeit entsprechend aus. Dir wird bewusstwerden, wie groß Dein eigener Einfluss auf die Entwicklungen in Deinem Leben ist. Und wie Du mit anderen Augen auf die Einflüsse, Entwicklungen und Chancen in Deinem Leben schaust.

Journaling-Fragen zu deiner Vision und Deinen Zielen

Nachdem ich Dir nun so viel über die positiven Aspekte von Zielen und einer Vision erzählt habe, kannst Du mit den folgenden Journaling-Fragen anfangen, Deine eigene Vision und Deine eigenen Ziele zu entwickeln. Nimm Dir Zeit, die Fragen zu beantworten und schau Dir auch gern über mehrere Tage hinweg Deine Antworten immer wieder an und verändere sie so lange, bis sie sich vollkommen richtig anfühlen.

Wenn Du alles Geld der Welt hättest, womit würdest Du Deine Zeit verbringen?

Wie sieht Dein Traumleben aus? Beschreibe es im Detail auf alle Deine Lebensbereiche bezogen.

Was bedeutet es für Dich, ein erfolgreiches und erfülltes Leben zu führen?

Wie erreichst Du Deine Ziele und motivierst Dich?

Das sind sie wieder, die SMARTen Ziele

Ich habe ja oben schon ein bisschen über SMARTe Ziele geschrieben und auch unter dieser Überschrift muss ich nochmal auf sie eingehen. Denn natürlich ist es für das erreichen Deiner Ziele unglaublich wichtig, dass diese zum Beispiel realistisch sind. Gerade, wenn wir einen starken Wunsch nach Veränderung haben, dann neigen wir dazu, uns zu ambitionierte Ziele zu setzen. Aber Veränderung braucht Zeit und immer länger, als wir glauben.

Als ersten Schritt ist es also sehr wichtig, dass Du anhand der SMART Kriterien Dein Ziel überprüfst. Bist Du dabei wirklich ehrlich mit Dir, dann ist ein großer Grund für Frustration schon ausgeschaltet.

Warum willst Du dieses Ziel erreichen?

Als zweites ist es sehr wichtig, Dein Warum zu kennen. Warum willst Du dieses Ziel erreichen? Warum bist Du bereit, auf Dinge zu verzichten oder Mühen auf Dich zu nehmen, um dieses Ziel zu erreichen? Wie zahlt dieses Ziel auf Deine Vision ein?

Hierbei solltest Du dich vor allem auf das konzentrieren, was Du möchtest, nicht auf das, was Du NICHT möchtest. Es geht also zum Beispiel nicht um Sätze wie „ich möchte nicht mehr…“, „ich will nicht mehr…“ oder „mich nervt, dass …, deswegen will ich …“. Sondern um Sätze, die positiv sind und beschreiben, was anders ist, wenn Du Dein Ziel erreicht hast. „Wenn ich mein Ziel erreicht habe, dann bin ich …“, „ich möchte mein Ziel erreichen um …“ oder auch „dieses Ziel ist ein wichtiger Schritt auf meinem Weg zu …“.

Du bist nicht allein auf der Welt

Mache Dir immer auch bewusst, welchen Einfluss das Erreichen des Ziels auch auf das Leben anderer hat. Wie profitieren Deine Liebsten, Freunde und Kollegen davon, wenn Du Dein Ziel erreichst. Welche Verbesserungen ergeben sich daraus für Sie?

Deine Ziele immer fest im Blick
Matt Noble auf Unsplash

Kenne Deine Widerstände und Ausreden

Der nächste Schritt ist es, Dir Deine inneren Widerstände und Ausreden bewusst zu machen und Dir dafür vorab Strategien zu überlegen. Was meine ich damit: Sagen wir, Du setzt Dir als Ziel, Dich ab sofort jeden Tag mindestens 30 Minuten an der frischen Luft zu bewegen. Was ist denn, wenn es Bildfäden regnet? Was ist, wenn Du krank bist oder Dein Kind? Wie sieht es aus, wenn Du verreist bist? Wie gehst Du damit um, wenn Du Überstunden machen musst oder der ganze Tag mit privaten Terminen verplant ist? Oder Du einfach keine Lust hast?

Viele Menschen unterschätzen, wie schwer es ihnen in solchen Situationen fällt, bei ihren Entschlüssen zu bleiben und konsequent ihre Ziele zu verfolgen. In dem Moment, wenn die Situation eintritt, dann ist es zu spät, um Dir eine Strategie zu überlegen. Die solltest Du dann schon griffbereit in der Tasche haben. Dabei gibt es natürliche ganz unterschiedliche Wege, mit solchen Situationen umzugehen.

Du kannst feste Ausnahmen definieren, bei denen Du Dir vorab erlaubst, in bestimmten Situationen von Deinem Plan abzuweichen. Du kannst Dir eine feste Anzahl an Pausentagen zugestehen. Du kannst Dir Verbündete suchen, die dich im Notfall motivieren. Du kannst auch ein Minimum festlegen, dass immer sein muss, auch wenn das Optimum nicht möglich ist. (In dem Beispiel mit den 30 Minuten an der frischen Luft (Optimum) könnten das zum Beispiel 10 Minuten Yoga sein (Minimum).)

Täglich grüßt das Murmeltier

Mein letzter Tipp ist, es Dir tägliche Routinen zum Erreichen Deiner Ziele zu schaffen, denn wir sind Gewohnheitstiere. Am einfachsten fällt es uns, etwas zu tun, dass fest in unseren Alltag integriert ist.

Dazu zählen für mich zwei wichtige Komponenten:

  1. Mache Dir Deine Ziele und Deine Vision täglich bewusst. Das muss nicht aufwändig sein. Schließe einfach jeden Morgen beim Zähneputzen die Augen und stelle Dir Dein Traumleben in 15 Jahren vor. Oder ließ Dir jeden Tag Deine aktuellen Top 3 Ziele durch. Hier musst Du ein bisschen ausprobieren, was für Dich am Besten funktioniert. Was auch immer es ist, Du solltest es auf jeden Fall jeden Tag tun.
  2. Breche Deine Ziele so weit herunter, bis Du sie in tägliche Aufgaben unterteilt hast. Dabei geht es nicht unbedingt darum, jeden Tag dasselbe zu tun, sondern viel mehr, jeden Tag einen kleinen Schritt in Richtung Deiner Ziele zu gehen. Du kannst dabei auch jeden Wochentag einen anderen Fokus setzen oder die Schritte auf einander aufbauen.

Wie Du Deine persönlichen Ziele bestimmst

Nun haben wir viel Zeit damit verbracht, wie Du Deine Ziele erreichst, aber davon liegt ja eigentlich der Schritt, Deine Ziele zu bestimmen. Zunächst solltest natürlich die Journaling-Fragen nutzen, die ich oben schon erwähnt habe, aber es gibt noch mehr zu tun.

Da die Bestimmung Deiner persönlichen Ziele recht Umfangreich sein kann, habe ich dazu einen separaten Blogartikel verfasst, den Du hier findest:

„In allem, was wir vorhaben, müssen wir uns vor Beginn restlos über das jeweilige Ziel klar sein.“ – O. Schellbach

Lieber realistische oder unrealistische Ziele?

Die Frage, ob Ziele realistisch oder unrealistisch sein sollen, kommt immer wieder auf. Insbesondere in Bezug auf langfristige Ziele wird immer wieder gesagt, dass diese ruhig unrealistisch sein können. Würden wir diese Ziele nicht erreichen, hätten wir nämlich immer noch mehr erreicht, als wenn wir uns ein realistisches Ziel gesetzt hätten. Vor allem, weil wir zu dem Zeitpunkt, wenn wir uns das Ziel setzen, von den Fähigkeiten und Umständen ausgehen, die zu dem Zeitpunkt gelten. Da wir uns ja aber ständig verändern und weiterentwickeln, bleiben wir so unter dem, was wir in der Zukunft erreichen können.

Diesen Gedanken finde ich absolut richtig und zudem denke ich auch, dass wir uns in der Zeit, die bis zur Erreichung eines langfristigen Ziels vergeht (mindestens 15 Jahre), auch so weit verändern, dass diese Ziele dann gar nicht mehr unbedingt zu uns passen. Vielleicht wachsen wir aus ihnen heraus, vielleicht erreichen wir sie schon früher, vielleicht entwickelt sich unser Leben doch ganz anders als geplant.

Daher soll etwas, was Du Dir langfristig für Dich vorstellst, ruhig unrealistisch sein. So fängst Du auch an, nach Wegen zu suchen, um Deine Vorhaben und Wünsche Realität werden zu lassen, anstatt sie von vornherein abzutun.

Lieber eine Vision als ein langfristiges Ziel

Wegen der ganzen Planungsunsicherheit und den vielen Veränderungen, die im Laufe von 15 Jahren oder mehr eintreten können, würde ich aber nicht von langfristigen Zielen, sondern von einer Vision sprechen. Auch, weil uns das mehr Raum für Emotionen und Träume gibt und eben nicht alles bis ins letzte Detail konkret sein muss. Wir dürfen träumen und unsere Träume dürfen sich verändern.

Kurzfristige Ziele hingegen, und hier spreche ich über alles innerhalb von einem Jahr, sollte unbedingt realistisch sein. Nur so vermeidest Du Frust und Überforderung. Außerdem erhältst Du Dir so die Freude am Prozess und hast weiter Zeit und Freiraum, auch noch anderen Aktivitäten nachzugehen, die vielleicht nicht unmittelbar auf Deine Ziele einzahlen.

4 Tipps, mit denen Du Deine Vision im Blick behältst und jeden Tag an Deinen kurzfristigen Zielen arbeitest.

Hierfür gibt es ein paar klassische Coaching-Methoden, die Du ganz einfach für Dich nutzen kannst:

Visuelle Anker

Ein Anker ist ein Gegenstand, den Du so platzierst, dass Du immer wieder über ihn stolperst, und den Du mit Deiner Vision verbindest. Möchtest Du zum Beispiel irgendwann Dein Traumhaus bauen, dann kann das ein Ziegelstein auf Deinem Schreibtisch sein. Möchtest Du an einer bestimmten Sportveranstaltung teilnehmen, dann hänge Dir das Logo der Veranstaltung an den Spiegel. Und so weiter und so fort, hier sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt.

Journaling

Ein Journal ist hervorragend geeignet, Dich nicht nur an Deine Vision und Deine Ziele zu erinnern, sondern auch Deine Erfolge festzuhalten. Ein Journal ist im Grunde eine Art Tagebuch, nur dass Du nicht einfach frei schreibst, was Dich grad beschäftigt (wobei auch das möglich wäre), sondern in dem zu jeden Tag zu bestimmten Themen oder Fragen Aufzeichnungen machst. So kannst Du in Deinem Journal zum Beispiel

  • Deine Vision und Ziele festhalten
  • Deine Erfolge verfolgen
  • Wiederkehrende Schwierigkeiten bestimmen und dann an deren Beseitigung arbeiten

Monatsreflexion

In der Monatsreflexion kannst Du den vergangenen Monat Revue passieren lassen und Dich auf de folgenden Monat einstimmen. Das hat nicht nur den Vorteil, dass Du Dir Deine Ziele nochmal bewusst machst, sondern auch, dass Du Deine Ziele anpassen kannst, falls Du feststellst, dass sie doch zu  sehr/wenig ambitioniert waren.

Tägliche To Dos

Wie schon mehrmals angesprochen bin ich ein großer Fan davon, jeden Tag an der Erreichung Deiner Ziele zu arbeiten, und seien die einzelnen Schritte auch noch so klein. Dadurch machst Du nicht nur kontinuierlich Fortschritte, sondern Du wirst Dir Deiner Ziele und Deiner Vision auch jeden Tag bewusst.

5 Gründe, warum Du es nicht schaffst, Deine Ziele zu erreichen.

Abschließend möchte ich Dir noch ein paar Gründe nennen, die eine wichtige Rolle spielen können, wenn Du Deine Ziele nicht erreichst. Natürlich gibt es noch viele weitere und einige davon hast Du auch nicht unbedingt unter Kontrolle. Die Gründe, die ich hier aufführe, aber schon und das mache es so wertvoll, sich mit ihnen zu beschäftigen. Denn so kannst Du es Dir von vornherein deutlich einfacher machen, diese Fallen zu vermeiden.

Deine Ziele stehen im Konflikt zu einander

Zielkonflikte entstehen, wenn Du Dir Ziele setzt, die entweder im Widerspruch zu einander stehen (zum Beispiel: gesünder ernähren und die Rezepte für die 5 besten Sahnetorten herausfinden) oder die dieselbe Ressource in Anspruch nehmen (beispielsweise Deine Zeit). Du solltest Deine Ziele unbedingt im Vornherein auf solche Konflikte überprüfen und Dir, falls Du welche findest, unbedingt eine Strategie überlegen. Das kann bedeuten, die Ziele zu priorisieren, eines auf später zu verschieben oder auch die Ziele anzupassen.

Du denkst nur in Endweder-Oder-Kategorien

Wenn es um Veränderung geht, dann denken wir oft in schwarz-weiß. Entweder wir tun das eine (zum Beispiel in der aktuellen Wohnung wohnen bleiben und unzufrieden sein) oder das andere (selbst ein Haus bauen). Meist gibt es mehr als diese zwei Alternativen, wir sind aber nicht mehr in der Lage diese zu sehen. So berauben wir uns vieler Möglichkeiten unser Ziel zu erreichen (in diesem Fall vielleicht mehr Zeit an der frischen Luft und im Grünen).

Entdeckst Du bei Dir solches Endweder-Oder-Denken, dann kann es sehr hilfreich sein, Dir etwas Zeit zu nehmen und nach weiteren Wahlmöglichkeiten zu suchen. Dafür kannst Du die Übung „Neue Möglichkeiten entdecken“ nutzen, die Du unter diesem Link findest:

Du Überforderst Dich

Überforderung entsteht vor allem, wenn Du Dir zu viel vornimmst und Deine Ziele oder Deine Ressourcen falsch einschätzt. Ich bin da sehr gut drin, ich nehme mir immer zu viel vor. Denn wie die meisten Menschen unterschätze ich, wie viel Zeit und Energie mich eine Aufgabe kostet.

Fühlst Du Dich überfordert, dann trete unter allen Umständen einen Schritt zurück und versuche, etwas loszulassen. Entweder eines Deiner Ziele oder einige von den Aufgaben, die Du jeden Tag neben der Arbeit an Deinen Zielen meisterst.

Du kannst nicht Nein sagen zu den Zielen anderer

Öfter als wir denken versuchen andere Menschen (unbewusst) uns dazu zu bewegen, ihnen bei der Erreichung ihrer Ziele zu helfen. Dafür gibt es sehr viele Beispiele, wie Dein Chef, der Dich bittet, länger zu arbeiten, damit die Abteilungsziele erreicht werden, oder Deinen Partner, der möchte, dass Du Deine Freizeit mit gemeinsamen Aktivitäten statt mit einem Projekt verbringst oder auch Deine Oma, die möchte, dass Du jeden Sonntag ihren Kuchen isst, obwohl Du abnehmen möchtest.

Keines dieser Ansinnen ist bösartig oder zielt darauf, Dich von der Erreichung Deiner Ziele abzuhalten. Trotzdem erschweren sie es Dir, denn Du musst Dich zwischen den Zielen der anderen und Deinen eigenen entscheiden. An diesem Punkt fällt es sehr vielen Menschen schwer, ihren eigenen Zielen den Vorzug zu geben.

Hier kann ich Dir nur empfehlen, Dir Deine Vision oder Dein Ziel als ein Puzzle vorzustellen, in dem jeder Schritt, denn Du zur Erreichung des Ziels oder der Vision machst, ein Puzzleteil ist. Jeder Schritt, den Du nicht machst und jedes Mal, dass Du Dich gegen Dein Ziel und für das von jemand anderes entscheidest, wird am Ende ein fehlendes Puzzleteil sein. Wie viel Puzzleteile dürfen fehlen, bis Du am Ende das Motiv, also das Gesamtbild, nicht erkennen kannst?

Du kommunizierst nicht ausreichend

Kein Mensch ist eine Insel. Wir alle stehen in Verbindung mit anderen Menschen und deren Unterstützung oder zumindest Verständnis entscheidet oftmals darüber, wie schnell, gut und einfach wir unsere Ziele erreichen können. Weiß also zum Beispiel Dein Partner nicht, wie wichtig Dir ein bestimmtest Ziel ist oder dass Du überhaupt ein Ziel hast, dann wird er auch nicht verstehen, warum Du Dich plötzlich anders verhältst. Dein Partner, wie auch andere Menschen in Deinem Umfeld, hat auch ein Recht darauf, dass auch seine Bedürfnisse in Deiner Lebensplanung Platz finden. Deine Vision sollte also gewissem Umfang mit der Vision Deines Partners übereinstimmen, sofern Ihr eine gemeinsame Zukunft plant.

Fange also rechtzeitig an, Dein Umfeld einzuweihen und einzubeziehen und auch gegebenenfalls Kompromisse auszuhandeln. Das erspart Dir im Nachhinein zwar vielleicht Dein Ziel erreicht aber auch alle gegen Dich aufgebracht zu haben.

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