Was ist Deine Motivation?

Oft haben wir eine Unzufriedenheit in uns, die uns sagt, dass etwas verändert werden muss. Meist können wir schnell identifizieren, worauf sich diese Unzufriedenheit bezieht, aber nicht immer ist uns klar, was genau unsere Motivation ist, etwas zu verändern.

Unzufriedenheit und Veränderung

Wer unzufrieden ist, der hat in sich eine Motivation zur Veränderung. Dieser Mensch möchte entweder weg von etwas, oder hin zu etwas. Damit ist gemeint, dass er entweder etwas loslassen möchte, ein Verhalten, ein Gefühl, vielleicht auch einen Menschen oder eine bestimmte Gegebenheit, wie den Job. Oder er möchte hin zu einem bestimmten Zustand, zum Beispiel mehr Zufriedenheit, in einer erfüllenden Partnerschaft leben, einen schlanken Körper haben.

Beide Motivationsarten können stark sein und schließen sich nicht gegenseitig aus. Schließlich ist die eine auf den gegenwärtigen Zustand gerichtet, der verändert werden soll, und die andere auf die Zukunft, die erreicht werden soll.

Welche aber ist nun besser, wenn eine Veränderung tatsächlich erreicht werden soll? Ich glaube, die Mischung macht´s.

Weg von und hin zu

Eine reine weg-von-Motivation reicht nicht aus, denn auf dieser Basis kann kein Ziel definiert werden, dass erreicht werden soll. Nehmen wir an, eine Person ist unzufrieden mit ihrem Körper und möchte diesen verändern. Dann einfach nur zu sagen „ich bin unglücklich mit meinem Körper und möchte ihn verändern“ reicht nicht aus. Denn es fehlt der Polarstern, auf den diejenige hinarbeiten kann. Es ist nur klar, so sie ist unzufrieden mit dem aktuellen Zustand.

Eine reine hin-zu-Motivation ist aber allein auch nicht ausreichend, denn es kann sich die Frage ergeben, warum denn überhaupt etwas verändert werden soll. Klar, es gibt den Wunsch, etwas bestimmtest zu erreichen, aber wenn der aktuelle Status gar nicht so schlecht ist, warum dann nicht in ihm verharren, schließlich kostet Veränderung immer Kraft.

Deine Motivation muss aus Dir heraus entstehen.
Foto von Allie Smith auf Unsplash

Was ist Deine Motivation?

Wenn Du also etwas verändern oder erreichen willst, dann frage Dich immer, was Deine Motivation ist. Ist es eine weg-von-Motivation oder eine hin-zu-Motivation oder eine Mischung aus beiden. Eine Mischung könnte zum Beispiel so aussehen:

Nehmen wir an, Du möchtest 10 Kilo abnehmen. Nun überlegst Du, was Deine Motivation hierfür ist und folgende Punkte fallen Dir ein:

  • In einigen Monaten ist Dein 15. Hochzeitstag und Du möchtest zu diesem Datum wieder in die Jeans passen, die Du damals zu Deinem ersten Date mit Deinem Mann getragen hast.
  • Du fühlst Dich im Moment unwohl in Deinem Körper
  • Du möchtest Dich wieder fitter fühlen. Früher hast Du viel Sport getrieben, aber das ist irgendwie eingeschlafen und nun fällt Dir Bewegung schwerer als früher.
  • Du möchtest Dich wieder alle Kleidungsstücke in Deinem Kleiderschrank tragen können. Einige davon sitzen schon seit einiger Zeit unangenehm eng.
  • Mit Deinen aktuellen Ernährungsgewohnheiten fühlst Du Dich unwohl.

Die Mischung macht´s

Der erste Punkt ist eindeutig eine hin-zu-Motivation, denn Du hast ein Bild vor Augen, wie es sein soll, wenn Du Dein Ziel erreicht hast. Ähnlich ist es auch mit dem vierten Punkt, denn Du kannst Dir in Gedanken ausmalen, wie Du vor Deinem Kleiderschrank stehst und alles Deine Lieblingskleidungsstücke anziehst, ohne das eines davon irgendwo kneift.

Sie übrigen drei Punkte sind eher weg-von-Motivationen, denn es geht bei ihnen vor allem um aktuelle Gegebenheiten, mit denen Du Dich unwohl fühlst, und die verändert werden sollen. Somit ist dies eine optimale Mischung aus weg-von- und hin-zu-Motivationen.

Die Motivation in Dir

Was in jedem Fall unbedingt zutreffen sollte, ist dass die Motivation aus Dir selbst herauskommt. In keinem Fall sollte Deine Motivation etwas sein, dass von außen an Dich herangetragen wird. Versuche niemals, Dich zu verändern, um jemand anderes zu gefallen.

In dem oben genannten Beispiel sollte Deine Antwort also nicht lauten, ich möchte abnehmen, weil

  • Mein Mann das möchte
  • Meine Mutter meint, ich hätte mit 10 Kilo weniger viel besser ausgesehen
  • Meine Freundin mir immer sagt, es ist so schade, dass ich in das Sommerkleid mit den kleinen Blumen nicht mehr reinpasse
  • Die Frauen in Werbung immer so schlank aussehen und ich auch so aussehen möchte

Von innen oder von außen?

Sollten Deine Antworten so lauten, dann überlege Dir, ob es wirklich Deine Ziele sind, die Du da zu erreichen versuchst. Ist es wirklich Dir wichtig, eine Veränderung herbei zu führen, oder bist Du eigentlich ganz zufrieden mit dem Status quo?

Ich weiß, dass es nicht leicht ist, einem eventuellen Druck von außen standzuhalten, aber nur selten gelingt es uns, ein Ziel zu erreichen, dass nicht unser eigenes ist. Und wenn es uns gelingt, dann führt es oft zu weiterer Unzufriedenheit, weiterem Frust oder sogar Verzweiflung, weil wir realisieren, wie viel Zeit und Energie wir darauf verwendet haben, diesen Weg zu gehen, der gar nicht der unsere ist.

Und was nun?

Wir sind dann stolz darauf, dass wir das Ziel erreicht haben, aber wie er von dort aus weitergehen soll, das ist nicht klar. Und es fällt uns dann schwer, uns vorzustellen, den Weg, den wir eingeschlagen haben, für den Rest unseres Lebens weiter zu gehen. Also zum Beispiel weiterhin den Lebensstil beizubehalten, der zu der Abnahme geführt hat, den Beruf weiter auszuüben, der uns nicht glücklich macht oder bei dem Partner zu bleiben, der unseren Eltern so gefiel.

Hinterfrage Deine Motivation

Hinterfrage Deine Motivation also gründlich und sei Dir ihrer bewusst. So kannst Du nicht nur ausschließen, dass Du einen bestimmten Weg aus den falschen Gründen einschlägst, Du kannst Dir Deine Motivation dann auch immer wieder leicht vor Augen führen, wenn der Weg mal schwerer wird.

Schreibe Deine Motivation auf und trag sie immer bei Dir. Ließ Dir die Punkte immer wieder durch, die Du Dir aufgeschrieben hast. Und sei Dir auch Deiner Ziele immer bewusst.

Was ist Dein Ziel? Wenn Du Dir über Deine Motivation im Klaren bist, dann kannst Du im nächsten Schritt auch Deine Ziele überprüfen. Sind sie realistisch? Einen Blogartikel dazu, wie Du Dir realistische Ziele setzt, die Du auch erreichen kannst, ohne Dich zu frustrieren, findest Du unter folgendem Link:

Realistische Ziele setzen

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