Woher kommt Deine Unzufriedenheit? – Diese Übung zeigt es Dir!

Kennst Du dieses Gefühl von diffuser Unzufriedenheit? Irgendetwas liegt Dir auf der Seele, aber Du kommst einfach nicht drauf?

Oder Du bist allgemein frustriert und weißt einfach nicht, wo Du anfangen sollst? Irgendwie erfüllt Dein Leben Dich nicht, aber der richtige Ansatzpunkt fehlt Dir?

Dann ist diese Übung genau die richtige für Dich! Durch eine umfassende Betrachtung Deiner Lebensbereiche findest Du heraus, wo der Schuh (am meisten) drückt, und findest die Stellen, an denen Du ansetzen kannst, um Dein Leben zu verändern.

Das Ziel der Übung

In dieser Übung geht es darum, dass Du Dein Leben zunächst in für Dich sinnvolle Bereiche unterteilst und diese dann einzeln betrachtest. Dabei geht es darum, einen Status festzuhalten, der dann als Ausgangspunkt genutzt werden kann.

So wird deutlich, in welchen Aspekten Deines Lebens Handlungsbedarf besteht und wie dringend dieser jeweils ist. Außerdem kannst Du so Deine Prioritäten festlegen und überprüfen, sowie Deinen Fortschritt festhalten.

So wird die Übung durchgeführt

Zunächst überlegst Du Dir, in welche Bereiche Du Dein Leben sinnvoll unterteilen kannst. Dabei empfehle ich Dir eine Unterteilung in 8 bis 10 Bereiche. Diese kannst Du ganz individuell bestimmen, einige Beispiele wären: Freunde, Familie, Partnerschaft, Kinder, Gesundheit, Finanzen,    Karriere, Spiritualität, Kreativität, Hobbies.

Schreibe diese Lebensbereiche untereinander, wobei Du rechts von dieser Liste etwas Platz lässt. Wenn Du möchtest, dann kannst Du dafür die kostenlose Einfach Wandelbar Vorlage nutzen, die Du Dir hier herunterladen kannst:

Beispiel Übung der Status

Nun nutzt Du den Bereich rechts von Deiner Liste, um die einzelnen Lebensbereiche danach zu beurteilen, wie zufrieden Du in diesen jeweils bist. Nutze dafür eine Skala von 1 bis 10. Sei dabei vor allem ehrlich mit Dir selbst. Es geht nicht darum, wie Du Dich in dem Bericht aufgrund der Umstände fühlen solltest, oder was Du denkst, was von Dir erwartet wird, sondern wie es wirklich in Dir aussieht.

Dabei möchte ich Dir noch einen kleinen Tipp geben: Vergebe keine 7. Wir neigen dazu, die 7 zu vergeben, wenn wir denken „ja, ist ganz okay, nicht schlecht, aber auch nicht gut“. So wird dieser Bereich quasi als neutral eingestuft, aber das wollen wir nach Möglichkeit vermeiden, denn es geht ja darum, festzustellen, wo Du zufrieden bist, und wo Handlungsbedarf besteht.

Ein Bereich der „ganz okay“ ist, wäre ein Bereich, in dem Du nicht zufrieden bist. Er würde auf der Prioritätenliste aber immer ganz unten stehen, so dass Du vermutlich nichts unternehmen würdest, um hier eine Veränderung zu erreichen.

Anschließend (oder wenn Dir das leichter fällt auch schon während der Einschätzung) beschreibst Du kurz mit einigen Worten den Stand in den einzelnen Lebensbereichen und hältst fest, warum Du diesen Bereich so bewertet hast, wie Du es getan hast. Das kannst Du in Stichworten oder kurzen Sätzen machen, wie es Dir lieber ist. Achte nur darauf, dass Du das, was Du schreibst auch in einigen Monaten noch nachvollziehen kannst.

Abschließend möchte ich Dir vorschlagen, Deine Aufzeichnungen zu dieser Übung für einige Tage beiseite zu legen und sie dann noch einmal anzusehen und Deine Einschätzungen zu überprüfen. Dabei geht es nicht unbedingt darum, nun noch etwas zu verändern. Es ist nur so, dass unsere Einschätzung von der Zufriedenheit in einem Lebensbereich stark von unserem momentanen Zustand abhängig sein kann.

Ein simples Beispiel dafür wäre, dass Du den Bereich Karriere vielleicht mit einer 6 bewerten würdest, aber grad Gestern eine Meinungsverschiedenheit mit Deinem Chef hattest und nun eine 3 vergeben möchtest.

Um solche kurzfristigen Schwankungen auszugleichen lohnt es sich, nach kurzer Zeit noch einmal einen Blick auf die eigenen Einschätzungen zu werfen.

So kannst Du nach der Übung weiter machen

Vermutlich sind Dir nun schon selbst die Unterschiede in Deiner Bewertung der unterschiedlichen Lebensbereiche aufgefallen. Dies kannst Du nun als Ausgangsbasis nutzen, um zu bestimmen, wo Du anfangen möchtest, Veränderungen herbeizuführen.

Dabei kannst Du selbst entscheiden, wie Du weiter vorgehst: Willst Du Dich auf die drei Bereiche mit der niedrigsten Bewertung konzentrieren? Oder alle mit einer Bewertung von 5 und schlechter? Oder gibt es einen speziellen Bereich, der zunächst Deine ganze Aufmerksamkeit fordert?

Und dann gilt es natürlich ins Detail zu gehen um ganz konkrete Handlungsschritte festzulegen und umzusetzen.

So kann die Übung noch genutzt werden

Diese Übung eignet sich hervorragend für eine regelmäßige Reflexion, zum Beispiel immer am Jahresende. So kannst Du jeweils sehen, wie sich der Status der verschiedenen Lebensbereiche im Laufe des vergangenen Jahres verändert hat.

Falls Du Dir jeweils Ziele für ein Jahr setzt, so kannst Du den Status zum einen nutzen, um Dir passende Ziele zu definieren, Du kannst aber auch im Nachhinein abgleichen, ob die Ziele, die Du Dir gesetzt hast, zu der Veränderung geführt haben, die Du Dir in einem bestimmten Bereich vielleicht gewünscht hast.

Zusammenfassung

Diese Übung verschafft Dir einen Überblick, der natürlich sehr grob ist, aber als Ausgangsbasis eignet sie sich hervorragend. Auch für eine regelmäßige Reflexion kann diese Übung gut genutzt werden. Eine solch strukturierte Herangehensweise kann offenlegen, wo Handlungsbedarf besteht und ob Schritte, die Du zur Verbesserung unternimmst, den gewünschten Effekt erzielen.

Hat Dir diese Übung geholfen oder hast Du noch eine Frage dazu, dann schreibe mir sehr gern einen Kommentar unter diesen Beitrag!

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3 Kommentare zu „Woher kommt Deine Unzufriedenheit? – Diese Übung zeigt es Dir!“

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